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Vom Bangen und Hoffen

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Vom Bangen und Hoffen

 

So langsam kommen wir in die Zeit des Übergangs. Die unbeschwerten Sommertage gehen zu Ende und die Tage werden spürbar kürzer.

Anschaulich wird uns durch die Natur die eigene Vergänglichkeit vor Augen geführt.
Altes vergeht langsam, damit Neues entstehen kann. Dabei spüren wir ein Spannungsfeld zwischen Bangen und Hoffen.

Viele sorgen sich, wenn sie auf die vor uns liegende Zeit blicken. Sei es wegen der Unruhen in der Welt, oder der stetig steigender Kosten für den täglichen Lebensunterhalt.
Auch persönliche Sorgen, wie die eigene Gesundheit oder die im Familien- und Freundeskreis, bereiten uns immer wieder bange Momente.

Dieses Bangen ist eine reale, menschliche Erfahrung, die uns die Zuversicht rauben will. Sie zeigen uns auf, wie verletzlich wir als Menschen sind.

Aus christlicher Sicht, ist das Hoffen hingegen kein naiver Optimismus, der die Augen vor der Realität verschließt. Unsere Hoffnung gründet tiefer: Sie schaut dem Bangen ins Gesicht und vertraut auf Gottes Güte und Treue. Gott geht mit uns durch dieses Leben.

Er kennt unser Bangen und unsere Ängste. Er ist mitten drin. Wenn die Stürme des Lebens zunehmen und der Boden unter unseren Füßen wankt, fallen wir nicht ins Leere. Wir fallen in seine Hand. In Jesus Christus zeigt uns Gott, dass er kein ferner Beobachter ist.

Die christliche Hoffnung, die Frucht bringt vertröstet uns nicht auf irgendwann. Sie verändert unser hier und jetzt und schenkt uns immer wieder die Kraft für den nächsten kleinen Schritt.

Gerade weil wir uns von Gott getragen wissen, können wir im Bangen füreinander da sein. Ein offenes Ohr für den einsamen Nachbarn oder ein ermutigendes Wort sind Früchte der Hoffnung. Eine helfende Hand oder einen Moment der Stille im Gebet können den Unterschied machen.

Lassen Sie uns bewusst den Blick schärfen für die kleinen Zeichen der Hoffnung in unserem Alltag. Gemeinsam können wir die Waagschale der Hoffnung füllen. Bringen wir unser Bangen im Gebet vor Gott und danken wir ihm für das, was uns trägt.

Ich wünsche allen eine behütete Zeit und die tiefe Gewissheit:

Das Bangen mag uns begleiten, aber die Hoffnung hat das letzte Wort.

 

Frank Haschke


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