August - Der Erhabene, der Heilige
Ein besonderer Monat, oder ein Monat wie jeder andere?
Auf jeden Fall feiern wir wohl das höchste und wichtigste Marienfest im August. Wir feiern die Aufnahme Mariens mit Leib und Seele in den Himmel. Die jungfräuliche Gottesmutter wird am Ende ihrer Tage auf Erden leibhaft in den Himmel aufgenommen. Sie trägt die Krone des Lebens, die sie sich mit ihrem Ja zum Plan Gottes erworben hat. Dem JA, das die Welt veränderte.
Vielleicht macht das den August zumindest in gewisser Weise besonders. Aber sicherlich gilt dies nicht generell. Denn dann wären der Dezember und der Monat, der den Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühjahr beherbergt, umso höher im Kurs. Aber sind sie das?
Wo eher nicht! Vielmehr liegt es doch bei uns, was wir aus der geschenkten Zeit machen. Und das ist der Punkt: Es liegt an uns, dem August etwas Erhabenes, ja etwas Heiliges zu verleihen. Für viele neigt sich der Urlaub und die freie Zeit dem Ende entgegen und der Alltag steht schon wieder vor der Tür. Aber genau diesen Alltag dürfen und sollen wir gestalten und wir dürfen ihm auch immer den Schein des Besonderen und des Außergewöhnlichen verleihen. Das liegt tatsächlich in unserer Hand. Vielleicht mit einem bedingungslosen Ja, vielleicht mit einem entschiedenen „Auf geht’s!“, oder auch einfach mit einem stillen Zupacken. Aber im Vertrauen auf den Einen, der für uns Mensch geworden und auferstanden ist und uns in sein Reich ruft.
Bauen wir an diesem Reich und geben wir der geschenkten Zeit Erhabenheit und Heiligkeit!
Kaplan Julian Kania
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