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Vom "Fest des umhergetragenen Gottes" zum "Brot für das Leben der Welt."

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Als Kindern wurde uns vor vielen Jahrzehnten das Fronleichnamsfest erklärt als ein „Fest des umhergetragenen Gottes" und genau deshalb dürfen wir in der Prozession diesen Gott begleiten! Denn in der Monstranz befindet sich in der Gestalt des Brotes Jesus Christus und ihn verehren wir mit unserer Begleitung durch unseren Heimatort!

 

Und dieses Fest feiern wir wieder in Monat Juni - das Fest der eucharistischen Gegenwart Jesu. Diese Gegenwart feiern wir In jeder Eucharistiefeier : wir gehen mit Brot um, bitten inständig darum, das es uns von Gott geschenkt wird, verwandeln/konsekrieren es, brechen es und verteilen es schließlich.

 

Das Brot, Bild und Begriff für Lebensmittel schlechthin - ist uns das überhaupt bewusst? Abgesehen vom bisweilen unverantwortlichen Umgang mit unseren Lebens/Nahrungsmitteln, um die wir doch in jeder Eucharistiefeier bitten, könnten wir uns doch vielleicht gerade in diesem, der Eucharistie gewidmetem Monat, einmal fragen, ob es rechtens ist, dass wir uns satt essen können während andere hungern. Kommt es etwa daher, dass Gott es besonders gut mit uns meint und mit anderen eben nicht? 


Können wir uns deswegen satt essen, weil wir eben mehr und besser arbeiten als andere, die eigentlich von uns lernen könnten?

Fakt ist doch : das Brot, die Nahrung, die wir reichlich haben, fehlt den Armen und Hungernden, die es auch reichlich auf der Welt gibt.
Und es werden immer mehr ! Die Reichen werden immer reicher und die Armen immer mehr und ärmer Das ist nun einmal nicht Schicksal, sondern die Folge einer Reihe von Ungerechtigkeiten.

 

Fragen wir uns doch einmal in diesem Fronleichnamsmonat, an diesem Fest, vielleicht sogar inmitten der Prozession, hinter der Monstranz mit dem Brot des Lebens, oder auch in der sonntäglichen Eucharistiefeier, wie wir eigentlich mit diesem Brot des Lebens leben und umgehen - ob wir uns eine ganz persönliche Veränderung zumuten könnten?

 

Klaus Metsch, Pfr.


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