Gedanken zum 04.05.2026 in unserer Innenstadt
Der 04.Mai 2026
Am 04.05.2026, einen Dienstag, telefonierten Abends viele Leipziger. Die einen wurden von Verwandten , Freunden aus Sorge angerufen, ob sie gesund sind.
Andere wiederum erkundigen sich voller Sorge bei ihren Kindern, Verwandten ob alles in Ordnung ist. Wann wohl, gab es an einem Tag in unserer Stadt soviel Telefonate, die aus Sorge um die Gesundheit eines Freundes, Verwandten oder Familienmitgliedes geführt wurden.
Es sind wohl die unberechenbaren, nicht vorhersehbaren Ereignisse, die diese Reaktion ermöglichen. Die Nähe des Leides, des Entsetzen über die Sinnlosigkeit einer Tat knüpfte das Band der Sorge um uns nahestehende Menschen.
Und es gab ja nicht nur die Antworten ; Alles gut. Wir sind gesund zu Hause. Nein, es gibt auch die Antworten voller Leid und Trauer in unserer Stadt.
So werden wir uns jetzt in die lange Schlange derer einreihen müssen, die ratlos, schockiert, verstört nach einer Antwort auf eine unbegreifliche Tat suchen. Auch wenn es uns nicht direkt betroffen hat.
Und nun? Was wird aus dieser plötzlichen Erfahrung, daß auch das Unmenschlichste näher scheint, als man denkt ?
Zu einer Zeit, in der Natur sich in voller Pracht entfaltet. Zu einer Zeit, in der die Schönheit des Lebens greifbar und erfahrbar ist.
Diesen zwei Erfahrungen Raum zu lassen, und nicht eine zu verdrängen, daß wird wohl für den Rest des Monats Mai eine große Aufgabe sein.
Und so wünsche ich jeden, daß ihm dies gelingt: Nicht zu verbittern, sondern aufmerksam die auch hoffnungsvollen Zeichen des Alltags wahrzunehmen.
Für die Einen wird es das Licht einer Kerze sein. Für den Anderen ein Lied, oder eine Andacht.
Mancher wird beten. Mancher wird es versuchen , aber abbrechen, weil es nicht gelingt.
Was auch immer sie versuchen, ich wünsche Ihnen das es zu einem guten lebensbejahenden Ergebnis führt.
A. Pilz
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