Warum ausgerechnet im April…?
Warum ausgerechnet im April…?
Der April ist launisch: Sonne, Regen, Gewitter – manchmal alles an einem Tag. So ähnlich fühlt sich oft unser Leben an: gute Nachrichten und schwierige Themen liegen dicht beieinander.
Ostern erzählt genau in diese Mischung hinein. Das Dunkel aber hat nicht das letzte Wort.
Die ersten Zeuginnen der Auferstehung standen frühmorgens am Grab – mit Fragen, Sorgen und Tränen. Dort, wo sie nur Ende sahen, hat Gott einen neuen Anfang gesetzt. Dieses österliche „Trotzdem“ trägt bis heute: Trotz Schuld – Vergebung, trotz Tod – Leben, trotz Angst – Hoffnung.
Ostern ist kein einmaliges Wunder von damals, sondern eine Kraft, die heute wirkt – oft aber ganz leise. Überall dort, wo jemand nicht aufgibt, wo Versöhnung gelingt, wo jemand neu anfängt, blitzt Auferstehung auf.
Vielleicht kennen Sie solche kleinen Oster-Momente? Ein Gespräch, das längst fällig war – und am Ende leichter ist als gedacht. Ein Mensch, der nach schwerer Zeit langsam wieder Vertrauen fasst. Eine Entscheidung, der Stimme des Gewissens zu folgen statt der Angst.
Es sind diese unscheinbaren Schritte, in denen Gottes neues Leben Gestalt annimmt.
Vielleicht könnte der April zu einem „Oster-Übungsfeld“ werden. Einen Schritt Hoffnung wagen, jemandem vergeben, einen Anruf tätigen, Hilfe annehmen oder anbieten.
So wird Ostern nicht nur gefeiert, sondern gelebt – mitten im wechselhaften April, mitten in unserem Alltag.
So wünsche ich Ihnen einen wunderbaren April.
Ihr Pfarrer A. Glombitza
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