Impuls: Von Jesus beiseite genommen
Im Evangelium vom 1. März (Mt 17, 1–9) nimmt Jesus einige seiner Jünger beiseite und führt sie auf einen hohen Berg. Vielleicht ist das auch ein passendes Bild für die Fastenzeit: Wir sind eingeladen, aus dem Alltag ein Stück weit herauszutreten und unseren Blick für eine höhere Perspektive zu weiten.
Dabei kann am Anfang die Frage stehen, was es in mir eigentlich braucht, um mich vertrauensvoll von Jesus beiseite nehmen zu lassen: Wo kann ich mir im vollen Tagesplan Raum schaffen? Wieviel Zeit nehme ich mir und wie oft möchte ich diesen Raum öffnen? Wie möchte ich ihn gestalten: Vielleicht mit einer Tasse Tee, Musik und einer Kerze in Stille, bei einem Spaziergang, einem hinausgeschobenen Telefonat oder einem Besuch?
Jesus wurde dort oben verwandelt und sein Gesicht leuchtete. Mose und Elija erschienen. Eine leuchtende Wolke sprach: Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe; auf ihn sollt Ihr hören.
Was wir wohl auf diesem Berg, in unserem Raum, in unserer heutigen Fastenzeit zu sehen bekommen und wie es uns damit gehen wird? Die Jünger jedenfalls fürchteten sich. Dabei spricht ihnen Jesus zu: Steht auf und fürchtet Euch nicht!
So lädt Jesus in dieser Fastenzeit vielleicht auch uns ein, dem, was er uns abseits des Alltags zeigen will, Raum zu geben, ihm Zeit zu schenken, standhaft und ohne Furcht zu bleiben. Lassen wir uns von Jesus beiseite nehmen!
Eine gesegnete Fastenzeit mit der Perspektive auf Ostern wünsche ich Euch und Ihnen!
Silvia Funke
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