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Impuls für den Monat Februar

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Was bleibt von Herrn von Ribbeck?

 

Eines meiner Lieblingsgedichte (ich oute mich da jetzt) ist Fontanes „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland". Einige Ältere haben es vielleicht noch gelernt, mancher Jüngere wird fragen: Ist nicht Fontane der Erfinder des Springbrunnens? Dabei lässt es sich bestimmt gut rappen:

 

„Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland,
ein Birnbaum in seinem Garten stand.
Und kam die goldene Herbsteszeit
und die Birnen leuchteten weit und breit,
da stopfte, wenn's Mittag vom Turme scholl,
der von Ribbeck sich beide Taschen voll.
Und kam in Pantinen ein Junge daher,
so rief er: „Junge, wiste 'ne Beer?“
Und kam ein Mädel, so rief er: "Lütt Dirn,
kumm man röwer, ick hebb 'ne Birn."

 

So hat er sicher nicht nur seine Birnen verschenkt. Und er dachte darüber nach, wie sein Werk auch über den Tod hinaus bestehen könnte.

 

„der wusste genau, was er damals tat,
als um eine Birn' ins Grab er bat."

Genau, das Ergebnis gab es ein paar Jahre später:

„So spendet Segen noch immer die Hand
des von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland".

 

Schöne Geschichte. Aber sie regt zum Nachdenken an: Was tun wir mit unseren Birnen, unseren Möglichkeiten? Verteilen wir sie an unsere Mitmenschen? Oder haben wir noch gar nicht entdeckt, wozu wir fähig und berufen sind? Dass andere unsere Talente brauchen?

 

Und, wie möchten wir in Erinnerung bleiben? Niemand weiß, wann sein Leben endet. Das neue Jahr hat gerade erst begonnen, es sind noch viele gute Vorsätze realisierbar. Wir sollten nicht zu lange warten mit unseren Plänen.

 

Und falls jemandem der Bezug zur Bibel fehlt: Jesus sagt laut Lukas (16, 9): „Macht euch Freunde mit dem ungerechten Mammon, damit ihr in die ewigen Wohnungen aufgenommen werdet, wenn es zu Ende geht.“

 

Übrigens: Ribbeck im Havelland gibt es wirklich, auch ein Schloss und einen Birnbaum neben der Kirche und etliche weitere in einem Birnbaumgarten. 
Wer mal in der Gegend ist ... 

 

B. Pfitzner


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