BannerbildBannerbildBannerbildBannerbild
  • RSS-Feed
  • Link zur Seite versenden
  • Ansicht zum Drucken öffnen
 

Was machen die Claretiner in Mühlberg?

Kloster Mühlberg (Bild vergrößern)
Bild zur Meldung: Kloster Mühlberg
0

Am 4. Oktober fuhren 30 Gemeindemitglieder von St. Hedwig und St. Theresia zu einem Ausflug ins Kloster Marienstern nach Mühlberg/Elbe.
Geführt wird das Kloster vom Orden der Claretiner. Der Name hat nichts mit Musikinstrumenten zu tun, sondern bezieht sich auf den Gründer des im 19. Jahrhundert in Spanien entstandenen Ordens, Antonius Maria Claret.

 

Das Kloster Marienstern wurde schon 1228 für genau 30 Zisterzienserinnen gegründet, im Zuge der Reformation jedoch 1539 säkularisiert. Danach wurden die Gebäude unterschiedlich genutzt, zuletzt durch die LPG.

 

Auf Wunsch des damaligen Bischofs des Bistums Magdeburg, Leo Nowak, übernahm der Claretiner-Orden im Jahre 2000 das Kloster und auch die Pfarrseelsorge vor Ort und startete den Versuch einer Revitalisierung. Derzeit sind 4 Brüder (mehr oder weniger) vor Ort und betreiben auch ein "Ökumenisches Haus der Begegnung und Stille", in dem man sich z.B. für 8-Tage-Harcore-Fasten einmieten kann.

 

Nach einem schmackhaften und preiswerten Mittagessen in der Gaststätte "Seeblick" erhielten wir eine Führung durch das Kloster und die Klosterkirche. Letztere war im Innern leider vollkommen eingerüstet, sodass man ihre schlichte Schönheit nur erahnen konnte. Wie man sich denken kann, ist solch eine Restaurierung nur in kleinen (und kleinsten) Schritten möglich.
Als Ausgleich erhielten wir Zutritt zu einer Krippenausstellung. Wir sahen eine Auswahl aus Hunderten Krippen aus aller Welt, die den Brüdern nach und nach überlassen wurden. Zum Abschluss gab es Kaffee und leckeren Kuchen.

 

Mühlberg ist auch sonst ein geschichtsträchtiger Ort. Hier fand die entscheidende Schlacht statt, die 1547 den Schmalkaldischen Krieg beendete und so letztlich das albertinische Meißen/Dresden zu Kursachsen machte.
Damals lag Mühlberg noch direkt an der Elbe, später wurde der Fluss verlegt und heute blickt man nur noch auf Seen. Noch früher bestand der Ort sogar aus 2 Teilen, bevor er 1346 "vereint" wurde. Es gibt 2 Rathäuser, 2 Marktplätze, 2 Kirchen usw.
Die Zeiten bringen Veränderungen mit sich - vielleicht ein Grund, noch einmal wieder zu kommen.

 

Fazit: Ein solcher Ausflug ist vergnüglich, er bildet und ist eine gute Gelegenheit, sich näher kennenzulernen und als Gemeinde zusammenzuwachsen.
Und: Wenn eine Kirche nach fast 500 Jahren wieder aufgebaut wird, dann gibt das Hoffnung und Zuversicht, selbst wenn das Vorhaben am Ende scheitern sollte.

 

Bild und Text: B. Pfitzner


Kommentar schreiben

Formular ausfüllen und mitdiskutieren

Mit * markierte Felder müssen ausgefüllt werden.

Datenschutz*:
Sicherheitsfrage*
 _    _    __   __   _    _     ______  
| || | ||  \ \\/ // | \  / ||  /_   _// 
| || | ||   \ ` //  |  \/  ||   -| ||-  
| \\_/ ||    | ||   | .  . ||   _| ||_  
 \____//     |_||   |_|\/|_||  /_____// 
  `---`      `-`'   `-`  `-`   `-----`  
                                        
refresh

Kommentare (0)