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Impuls für den Monat Mai

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Gedanken zum Mai

 

„Alles neu macht der Mai“ … . So heißt es in einer seit mehr als 200 Jahren bekannten Redewendung von Hermann Adam von Kamp, die inspiriert durch das Aufblühen der Natur in diesem „Wonnemonat“ als Synonym für Aufbruch und Neuanfang gilt. Sie drückt die Freude über das Ende der kalten Jahreszeit, das Erwachen unserer natürlichen Umwelt und den Wunsch nach Veränderung in unserem Leben und Alltag aus – der Mai gilt traditionell als Monat der Erneuerung.


Sonnenschein erfreut im Mai Körper und Gemüt, spendet Lebensfreude und erweckt die Natur. Wir genießen den Höhepunkt des Frühlings und erfreuen uns an blühenden Blumen mit ihren bunten Farben, dem Weiß, Lila oder Violett des Flieder, dem grünem Laub der Sträucher und Bäume und dem überschwänglichen Vogelgezwitscher in unseren Gärten.


Der Mai erweckt unsere Sinne und wird als Monat der Liebe und der Liebenden gesehen. Häufig finden Hochzeiten und farbenprächtige Feste statt. Wir begehen den Muttertag und verehren in besonderer Weise Maria, die Mutter Jesu. 


Im Mai feiern wir 40 bzw. 50 Tage nach Ostern Christi Himmelfahrt sowie Pfingsten. Es sind Feste, an denen wir mit zentralen Punkten des christlichen Glaubens berührt werden. Einerseits ist es die Aufnahme Christi bei Gott, andererseits das Wirken des Hl. Geistes auf die durch die Osterereignisse verzagten Jünger Christi. Es verursachte in ihnen eine tiefe Veränderung. Sie überwanden ihre Ängstlichkeit und brachen zu einem neuen Leben auf, in dem sie aus der Enge ihres Zufluchtsortes in Jerusalem mutig in die Weite der Welt hinausgingen, um den Menschen das Evangelium zu verkünden. Es war die Geburtsstunde der Kirche - ein Neuanfang.


Vergegenwärtigen wir uns angesichts unserer oftmaligen eigenen Verzagtheit der Veränderung und des Mutes der Jünger und begegnen unseren persönlichen Problemen sowie den uns umgebenden Krisen und Kriegen mit der den Mai charakterisierenden Hoffnung auf Veränderung zum Positiven.  

 

Günther Fitzl


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