Brot und Spiele – Unsere Erstkommunionskinder in Zwochau

Mit großem oder kleinen Gepäck, voller Erwartungen, aber in jedem Fall mit Kuscheltier kamen am Freitag, den 22.11.2019, unsere 13 Kommunionskinder und sechs BegleiterInnen in Zwochau an.

Nach der Zimmereinteilung und eifrigem Bettenbeziehen empfing uns das Haus mit einem leckeren Abendbrot. Danach versammelten wir uns alle in einem Stuhlkreis. Jeder war gespannt, denn alle hatten kleine Erinnerungen an ihre eigene Taufe mitgebracht. So erfuhren wir von Taufkerzen, Erinnerungskisten und Paten. Jeder konnte seine Bilder oder Mitbringsel in der Runde einbringen. Schließlich durften die Kinder in eine geheime Kiste greifen – welcher der Gegenstände wird wohl bei der Taufe benötigt? Die Kinder stellten ihre eigenen Gedanken an: Shampoo, Lichterkette und dicke Wollmütze wurden abgelehnt. Pfarrer Bohne lobte und erklärte die richtig erkannten Gegenstände: ein Taufschal, eine Taufschale, der Wasserkrug und das Chrisam Öl. Mit allen Sinnen konnten die Kinder diese Dinge (nochmal) erfahren: Wie riecht das Öl? Wie fühlt sich ein Taufschal an? Was kann das Wasser? Wie angenehm leuchtet eine Taufkerze? Mit einer Taufgeschichte wurden die Jungen und Mädchen schließlich losgeschickt, um sich bettfein zu machen. Vor dem Zubettgehen traf man sich noch einmal und stellte die wichtigsten Begleiter vor – Schlumpfi und Picki, ein Äffchen, ein Panda oder Flamingo, so unterschiedlich, so kuschelig. Jedes Kuscheltier das liebste. Das Angebot, es gegen ein neues, schöneres Plüschbärchen einzutauschen, lehnten alle ab. Der wahre Wert zeigt sich schließlich nicht äußerlich! Alle Kinder gingen nach gemeinsamem Singen mit ihren eigenen kuscheligen Gefährten schlafen…. oder erstmal noch reden, lachen, Karten spielen, vorlesen….

Der nächste Morgen begann früh….in fremden Betten schläft man bekanntlich nicht lang. Bei der Morgenandacht gelang aber schon ein Lied. Entsprechend fröhlich traf man sich zum Frühstück. Dann wurde Teig geknetet, ein eigener Brotteller und die persönliche Wasserquell(flasche) gestaltet. Während der Teig ging, konnten alle draußen oder drinnen ein wenig Freizeit verbringen. Schließlich wurden aus Teigklumpen Herzbrote, Hotdogbrote, Fladen oder Croissantrollen geformt. Jeder brachte stolz sein eigenes Stückchen Brot zum bereits vorgeheizten Ofen. Nun hieß es warten….aber die Zeit wurde kurz, während man drei Stationen durchlief. In der Kapelle warteten Pfarrer Bohne und Viola mit vielfarbigen Stolen und weiteren Entdeckungen. Martin und Veronika erzählten mit Tüchern, Decken und Seilen die Mannageschichte. Und in einer dritten Station verwandelten sich Kinder bei Michael und Nora zu Bäckern und Broten. Außerdem musste Brot gerecht verteilt werden…und das mit verbundenen Augen, dicker Mütze, Handschuhen und einem überdimensionalen Schal…

Nach dem ein oder anderen Fußball- und Pömpelspiel, einem entspannten Mittagessen und kleinen Naschereien war es endlich soweit. Die fertigen Brote wanderten zurück auf ihre schönen Teller. Oh, was waren sie unwiderstehlich…trotzdem (beinahe) unversehrt erreichten Brote, Kinder und weitere Eltern und Geschwister die kleine Kapelle. Alles lauschte, sang und betete bei unserer Abschlussandacht….gesegnete Brote sollten schließlich bald mit der Familie geteilt werden.

Nun sind sie ihrer Erstkommunion wieder ein Schrittchen nähergekommen – im Wissen, im Glauben und als Gruppe.

Großer Dank gilt den Mitarbeitern des Mariapolizentrum in Zwochau, Pfarrer Bohne und den Eltern für ihre Ideen und Unterstützung.