Auf ein Wort mit der Pfarreirats-Vorsitzenden Bettina Schöbel

Für eine fröhliche und lebendige Gemeinde

Bettina Schöbel: Vorsitzende des Pfarreirats von St. Philipp Neri Leipzig-West
Bettina Schöbel: Vorsitzende des Pfarreirats von St. Philipp Neri Leipzig-West

In der Gründung der Großpfarrei St. Philipp Neri Leipzig-West am 16. Juni 2019 gipfelte die über vier Jahre andauernde Arbeit der dafür ins Leben gerufenen Steuergruppe. Aus dieser wurde Bettina Schöbel als Vorsitzende des neuen Gesamt-Pfarreirats gewählt. Ende September fand die erste Sitzung unter neuer Leitung statt. Im Interview stellt sie sich der Gemeinde vor.

Frau Schöbel, wie ist der Pfarreirat aufgestellt?

Der Pfarreirat besteht derzeit aus den ehemaligen Mitgliedern der Steuergruppe und ist eine Übergangsregelung. Laut Kirchenrats- und Pfarreigesetz sollen bis Herbst 2020 alle Gemeinden im Bistum zu Großpfarreien vereinigt sein. Dann wird es Wahlen geben für die neuen Ortskirchenräte. Aus diesen werden dann je nach Größe der Gemeinde bis zu vier Mitglieder in den gemeinsamen Pfarreirat der Großgemeinde gewählt. Zusätzlich wird es aus jedem der Kirchlichen Orte im Gemeindegebiet einen Vertreter geben. Das sind bei uns beispielsweise die Kitas, das Montessori-Schulzentrum, die Caritas und so weiter.

Wo sehen Sie Ihre Hauptaufgaben?

Mir ist es wichtig zu wissen, was die Menschen in der Gemeinde bewegt. Dazu muss man das Leben in der Gemeinde kennen: Was passiert in den einzelnen Gruppen, was passiert in den Kirchlichen Orten, was gibt es Neues in St. Martin, Liebfrauen und St. Hedwig? Unsere Sitzungen laufen immer so ab, dass nach einem kurzen Impuls ein Vertreter der unterschiedlichen Orte berichtet, was gerade ansteht, was bewegt oder wo es Sorgen gibt. So entsteht gleich zu Beginn ein guter Austausch. Im Anschluss konzentrieren wir uns auf die Themen, die uns alle vereinen. Zentral ist für mich der Gedanke des Bischofs zur Pfarreigründung, dass jede Gemeinde sie selber bleiben darf.

Was sind für Sie die brennendsten Themen?

In der Kinder- und Jugendarbeit sehe ich ein zentrales Thema: Wo es keine Jugend gibt, sieht es für die Gemeinde in Zukunft düster aus. Am 27.11.2019 wird es unter anderem dazu einen Pfarreiabend geben. Außerdem wollen wir über unsere Beziehungen zur syrisch-orthodoxen Gemeinde sprechen und die Planungen für unser großes Gemeindefest im Sommer 2020 auf den Weg bringen. Das Datum ist sehr passend gewählt: Wir haben die große Hoffnung, Themen des alten Kirchenjahres abzuschließen, um gut ins neue Kirchenjahr zu starten.

Wo sehen Sie die großen Herausforderungen in der Arbeit im gemeinsamen Pfarreirat und was ist Ihnen wichtig?

Die größte Herausforderung sehe ich in der Transparenz und in der Offenheit von Absprachen miteinander. Ich wünsche mir ein gutes Diskussionsklima und eine wertschätzende Atmosphäre für das Engagement jedes Einzelnen. Wir setzen uns ein für eine fröhliche und lebendige Gemeinde. Die Talente eines jeden Gemeindemitglieds tragen zu einem bunten, lebendigen Gemeindeleben bei. Meine Vision ist, dass wir immer mehr Menschen zu einem aktiven Engagement mit ihren jeweils eigenen Talenten bewegen können.

Wie kann man Sie erreichen und mit welchen Themen können die Gemeindemitglieder sich an Sie wenden?

Zu erreichen ist der Pfarreirat über die E-Mail-Adresse pfarreirat@pfarrei-philipp-neri-leipzig.de oder über das Pfarrbüro. Die Anfragen werden dann weitergeleitet. Wir freuen uns über Ideen, Anregungen, Wünsche und Angebote und haben natürlich auch stets ein offenes Ohr für Nöte und Sorgen.

Vielen Dank für das Gespräch!