Alle Vermeldungen aus unseren Gemeinden

Pfarrei St. Philipp Neri

05.04.2020 – Palmsonntag

Alle Konferenzen, Sitzungen, Gruppentreffs, Religionsunterricht, Chorproben… finden bis auf weiteres nicht statt.

Die Gemeindekirchen sind geöffnet:
Lindenau
– Palmsonntag: 8:30 bis 9:30 Uhr
– Gründonnerstag: 17:30 bis 18:30 Uhr
– Karfreitag: 13:30 bis 14:30 Uhr
– Ostersonntag/ Ostermontag: 10:00 bis 11:00 Uhr
Es besteht die Möglichkeit zum stillen/privaten Gebet vor dem ausgesetzten Allerheiligsten.

Über die Ostertage finden Live- Übertragungen aus der Liebfrauenkirche im Internet statt. Der Zugang erfolgt über die Homepage der Pfarrei St. Philipp Neri oder direkt über You Tube. Alle Gottesdienste sind auch später noch abrufbar:
– Palmsonntag: 10:00 Uhr
– Gründonnerstag: 19:00 Uhr
– Karfreitag: 10:00 Uhr Kinderkreuzweg, 15:00 Uhr Liturgie und anschließend ab
17:00 Uhr Grabwache bis Mitternacht
– Ostersonntag: 5:30 Uhr

Grünau
– Palmsonntag: 10:00 bis 11:00 Uhr
– Montag und Mittwoch in der Karwoche: 19:00 bis 20:00 Uhr
– Gründonnerstag: 19:00 bis 21:00 Uhr
– Karfreitag: 14:30 bis 16:30 Uhr
– Samstag. 21:00 bis 23:00 Uhr
– Ostersonntag/ Ostermontag: 10:00 bis 11:00 Uhr

In den Kirchen liegen aktuelle Andachtszettel zum Mitnehmen aus.
Die Gemeindemitglieder können die diesjährigen Osterkerzen käuflich erwerben. Sie liegen in den Kirchen mit einer „Kasse des Vertrauens“ ab Palmsonntag  bereit.
Ebenfalls können gesegnete Palmzweige mitgenommen werden.
Auch besteht die Möglichkeit,  ab Gründonnerstag gesegnete Osterbrote aus der Kirche für bedürftige Gemeindemitglieder mitzunehmen.

Es verstarb im Alter von 94 Jahren Herr Kurt Simon, ein ehemaliges Gemeindemitglied von Liebfrauen. Die Beisetzung findet in aller Stille statt.
Im Alter von 89 Jahren verstarb Herr Werner Seltmann.

Alle aktuellen Informationen sind wöchentlich auf der Homepage ersichtlich.
Wer keinen Internetzugang hat, kann  zu den geöffneten  Kirchenzeiten Infos erhalten oder ruft das offizielle Nottelefon an: 0341 870 569 13.

 

 

Fürbitten

Fürbitten, 5. April 2020, Palmsonntag

Einleitung:

Wir vertrauen auf Gottes Barmherzigkeit und Liebe.
Darum beten wir:

 

Bitten:

Wir beten für unsere Gemeinden und für die Christinnen und Christen weltweit,
die Jesu Einzug in Jerusalem anders feiern als sonst
und sein Leiden und Sterben verkünden;
und für alle Menschen, die gerade in diesen Tagen hoffen,
dass Gott ihnen hilft und sie rettet.

Gebets-Stille – V: Du Gott des Lebens – A: Wir bitten dich, erhöre uns.

Wir beten für alle Menschen,
die sich auch in dieser schwierigen Zeit für Frieden und Zusammenhalt in Europa einsetzen;
für alle, die über Grenzen hinweg Hilfe leisten,
um die Schwächsten zu pflegen und zu heilen
und die Versorgung für alle zu sichern.

Gebets-Stille – V: Du Gott des Lebens. – A: Wir bitten dich, erhöre uns.

Für alle, die nach konstruktiven und menschlichen Lösungen für die Flüchtlinge auf den griechischen Inseln suchen.

Gebets-Stille – V: Du Gott des Lebens. – A: Wir bitten dich, erhöre uns.

Wir beten für alle Gläubigen, die Halt und Orientierung suchen
und die Kar- und Ostertage außerhalb der vertrauten Kirchenräume verbringen;
und für alle Männer und Frauen, die mit Worten und Zeichen,
mit Musik und Licht neue geistliche Impulse für einzelne und für die Gemeinschaft geben.

Gebets-Stille – V: Du Gott des Lebens. – A: Wir bitten dich, erhöre uns.

 

Abschluss-Gebet:

Gott, du lässt die Menschen nicht allein.
Du beschenkst uns mit der Kraft deines Geistes
und bist bei uns in Freude und Leid, in Hoffnung und Verzagtheit.
Dafür danken wir dir und loben dich, heute und alle Tage unseres Lebens. Amen.

Lesung – Evangelium – Predigt

Evangelium und Predigt vom Palmsonntag 2020

Evangelium und Predigt mit Pfarrer Thomas Bohne

Audio Archiv

Werte Gäste,
bitte beachten Sie, dass diese Tondokumente Liveaufnahmen aus dem Gottesdienst sind und damit nicht frei von Hintergrundgeräuschen.
Vielen Dank!

ausgewählte Predigten zum Nachlesen

Fünfter Fastensonntag

Jesus ist gestorben, er hat die ganze Bitterkeit des Todes an sich selbst erfahren. Aber Jesus ist aus dem Tod auferstanden, und er hat die Macht, ewiges Leben zu schenken. Das ist unser Glaube und unsere Hoffnung. Und wir wissen: Unser Glaube ist bereits ein Anfang des ewigen Lebens.

TAGESGEBET
Herr, unser Gott,
dein Sohn hat sich aus Liebe zur Welt
dem Tod überliefert.
Lass uns in seiner Liebe bleiben
und mit deiner Gnade aus ihr leben.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

ZUR 1. LESUNG Der Abschnitt Ez 37,11-14 deutet die vorausgegangene Vision von der Wiederbelebung der Toten (vgl. Lesung am Vorabend von Pfingsten). Israel im babylonischen Exil ist ein Volk ohne Hoffnung, es ist so gut wie gestorben und begraben. Aber Gott will, dass es lebt; er holt das Volk aus dem Grab heraus, er führt die Gefangenen in die Heimat zurück. Später hat man in diesem prophetischen Text einen Hinweis auf die Auferstehung der Toten gesehen. Das entspricht zwar nicht dem Zusammenhang, ist aber auch nicht einfach falsch. Es geht ja bei der Wiederherstellung des Volkes Israel ebenso wie bei der Auferstehung der Toten nicht nur um den äußeren Vorgang; es geht um die Rückkehr zu Gott und das Leben in der bleibenden Gemeinschaft mit ihm. Diese Rückkehr aber ist Gabe und Werk des Leben spendenden Gottesgeistes (vgl. 2. Lesung).

ERSTE LESUNG Ez 37, 12b-14
Ich hauche euch meinen Geist ein, dann werdet ihr lebendig
Lesung aus dem Buch Ezechiel
So spricht Gott, der Herr: Ich öffne eure Gräber und hole euch, mein Volk, aus euren Gräbern herauf. Ich bringe euch zurück in das Land Israel.
Wenn ich eure Gräber öffne und euch, mein Volk, aus euren Gräbern heraufhole, dann werdet ihr erkennen, dass ich der Herr bin.
Ich hauche euch meinen Geist ein, dann werdet ihr lebendig, und ich bringe euch wieder in euer Land. Dann werdet ihr erkennen, dass ich der Herr bin. Ich habe gesprochen, und ich führe es aus – Spruch des Herrn.

Liebe Schwestern und Brüder,
auch diesmal habe ich mich wieder für die alttestamentliche Lesung als Grundlage für die sonntägliche Betrachtung entschieden: Ez 37,12-14.

Wer den historischen Hintergrund nicht kennt, könnte denken, die Rede von den „geöffneten Gräbern“ sei eine Antwort der frühen Kirche auf das Geschehen der Auferstehung Jesu.
Tatsächlich lebte der Prophet Ezechiel aber im 7. vorchristlichen Jahrhundert; er konnte Jesus also gar nicht kennen.
Wie kommt Ezechiel dann aber zu solch österlichen Gedanken?
Die Bedingungen für sein prophetisches Wirken waren alles andere als günstig:
Das Volk Israel durfte nicht in seiner angestammten Heimat bleiben, sondern mußte fast 50 Jahre (687-638 v. Chr.) in Babylon, der Hauptstadt der Chaldäer, zubringen. Die Sehnsucht nach Jerusalem war verständlicherweise groß; und auch wenn die Juden nichts Sonderliches durch ihre Zwingherren auszustehen hatten, reichte jene Sehnsucht aus, um das Leben unerträglich zu finden.
Doch ausgerechnet in dieser Krise wuchs der Glaube, weitete sich das Gottesbild, vertiefte sich die Gottesbeziehung. Gott, so erkannten die jüdischen Exilanten, will nicht den Tod, weil er ein Gott des Lebens ist. Wann sie den „Ackerboden Israels“ wiedersehen würden, wußten sie nicht. Solange sie sich aber des göttlichen „Geistes“ bewußt waren, konnten sie vertrauensvoll in die Zukunft schauen.
Diese neue Gotteserfahrung kleidet der Prophet Ezechiel in das Bild von den „Gräbern“, die der Herr öffnen wird.

Die Einschränkungen, die die Corona-Krise mit sich bringt, sind im Vergleich zur damaligen Situation der Juden harmlos.
Aber es ist eben ein Unterschied, ob man eine Krise in der Rückschau betrachtet oder – so wie wir – mitten drinsteckt.
Auch wenn wir davon ausgehen können, daß wir nicht 50 Jahre unter solchen Ausnahmebedingungen leiden müssen, könnte uns die Unsicherheit hinsichtlich ihrer Länge nerven oder gar deprimieren.
Und dann kann es ein Trost und eine Ermutigung sein, daß durch alle Texte der Bibel hindurch vom „lebendigmachenden Geist“ gesprochen wird. Gott will uns auch jetzt aus den „Gräbern“ unserer Angst „heraufholen“, um uns Seinen „Geist“ zu geben.
Die Solidarität, die in diesen Wochen wächst, die Lebendigkeit, die sich in den verschiedenen kreativen Aktionen äußert – das sind für mich Zeichen jenes göttlichen Geistes.

Ich wünsche Ihnen und auch mir selbst diesen Geist, der lebendig macht.
Ihr Pfarrer Eberhard Thieme.

RUF VOR DEM EVANGELIUM Vers: vgl. Joh 11, 25a.26b
Herr Jesus, dir sei Ruhm und Ehre! – R
(So spricht der Herr:)
Ich bin die Auferstehung und das Leben.
Jeder, der an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben.
Herr Jesus, dir sei Ruhm und Ehre!

ZUM EVANGELIUM Die Auferweckung des Lazarus ist das letzte und größte der sieben „Zeichen“ Jesu, die das Johannesevangelium berichtet. An die Auferstehung der Toten glauben auch die Pharisäer: aber für sie und auch für Marta ist das eine Hoffnung für das Ende der Zeit. Jesus sagt: „Ich bin die Auferstehung und das Leben.“ Jetzt schon gibt es Auferstehung und ewiges Leben für den, der glaubt. So wird auch dieses Wunder Jesu zur Krise und zum Gericht. Für die führenden Juden ist es der Anlass, den Tod Jesu zu beschließen (Joh 11,53); Marta spricht das Glaubensbekenntnis der Kirche aus:: „Ja, Herr, ich glaube, dass du der Messias bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll“ (11,27).

KURZFASSUNG Joh 11, 3-7.17.20-27.33b-45
Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben
+ Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes
In jener Zeit sandten die Schwestern des Lazarus Jesus die Nachricht: Herr, dein Freund ist krank.
Als Jesus das hörte, sagte er: Diese Krankheit wird nicht zum Tod führen, sondern dient der Verherrlichung Gottes: Durch sie soll der Sohn Gottes verherrlicht werden.
Denn Jesus liebte Marta, ihre Schwester und Lazarus.
Als er hörte, dass Lazarus krank war, blieb er noch zwei Tage an dem Ort, wo er sich aufhielt.
Danach sagte er zu den Jüngern: Lasst uns wieder nach Judäa gehen.
Als Jesus ankam, fand er Lazarus schon vier Tage im Grab liegen.
Als Marta hörte, dass Jesus komme, ging sie ihm entgegen, Maria aber blieb im Haus.
Marta sagte zu Jesus: Herr, wärst du hier gewesen, dann wäre mein Bruder nicht gestorben.
Aber auch jetzt weiß ich: Alles, worum du Gott bittest, wird Gott dir geben.
Jesus sagte zu ihr: Dein Bruder wird auferstehen.
Marta sagte zu ihm: Ich weiß, dass er auferstehen wird bei der Auferstehung am Letzten Tag.
Jesus erwiderte ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt,
und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben. Glaubst du das?
Marta antwortete ihm: Ja, Herr, ich glaube, dass du der Messias bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll.
Jesus war im Innersten erregt und erschüttert.
Er sagte: Wo habt ihr ihn bestattet? Sie antworteten ihm: Herr, komm und sieh!
Da weinte Jesus. Die Juden sagten: Seht, wie lieb er ihn hatte!
Einige aber sagten: Wenn er dem Blinden die Augen geöffnet hat, hätte er dann nicht auch verhindern können, dass dieser hier starb?
Da wurde Jesus wiederum innerlich erregt, und er ging zum Grab. Es war eine Höhle, die mit einem Stein verschlossen war.
Jesus sagte: Nehmt den Stein weg! Marta, die Schwester des Verstorbenen, entgegnete ihm: Herr, er riecht aber schon, denn es ist bereits der vierte Tag.
Jesus sagte zu ihr: Habe ich dir nicht gesagt: Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen?
Da nahmen sie den Stein weg. Jesus aber erhob seine Augen und sprach: Vater, ich danke dir, dass du mich erhört hast.
Ich wusste, dass du mich immer erhörst; aber wegen der Menge, die um mich herum steht, habe ich es gesagt; denn sie sollen glauben, dass du mich gesandt hast.
Nachdem er dies gesagt hatte, rief er mit lauter Stimme: Lazarus, komm heraus!
Da kam der Verstorbene heraus; seine Füße und Hände waren mit Binden umwickelt, und sein Gesicht war mit einem Schweißtuch verhüllt. Jesus sagte zu ihnen: Löst ihm die Binden, und lasst ihn weggehen!
Viele der Juden, die zu Maria gekommen waren und gesehen hatten, was Jesus getan hatte, kamen zum Glauben an ihn.

Meditation zum Evangelium
Vor wenigen Wochen zum Jahresbeginn
haben so viele von uns gesungen
voll Glauben und Zuversicht mit Dietrich Bonhoeffers Worten
“Von guten Mächten wunderbar geborgen
erwarten wir getrost, was kommen mag…”
Nun aber stehen wir vor Rätseln,
sind gar nicht mehr getrost, sondern unsicher
und wissen kaum noch, was richtig zu tun ist.

Wir hören viele Erklärungen und noch mehr Warnungen,
wir wissen kaum, woher dieses Böse plötzlich kommt,
erschrecken vor täglich neuen Zahlen
und Folgen, die uns Angst machen.

Einerseits die peinvollen Bilder aus Krankenhäusern
wie nach einem unsichtbaren Unfall,
alles verhüllt, weil nur so besiegbar,
während zugleich inmitten eines fröhliche Frühlings
doch vieles noch so gesund verläuft.

Ja Herr, die Angst vor dem geheimen Bösen hat uns erfasst,
hat uns fest im Griff, selbst wenn wir uns dagegen wehren,
bei allem auch noch lachen, reden und scherzen
oder mit bitteren Witzen uns weiter zu retten versuchen.

Wahrlich, es ist schwierig geworden, ruhig damit umzugehen.
Daher, oh großer unbekannter Gott, wir stehen vor Fragen –
sind es Klagen oder Fragen? wissen nicht mehr das rechte zu sagen
– oder sind’s abfällige Bemerkungen wie Müll und wie Schrott?

Frühere Geschlechter fragten in Zeiten der Not:
Gott, warum schickst du uns solch ein Übel?
Sie riefen laut: Was ist j e t z t dein Gebot?
Was haben wir falsch gemacht? Wo haben wir gesündigt?

Wahrlich, so fragten die früheren Generationen,
nicht erst seit den Zeiten Israels, schon früher
und immer wieder, viel öfter als wir. – Ja wir?

Jedoch in den Zeiten der Wissenschaft
haben wir uns das Suchen und Bohren
nach Sünde und Schuld abgewöhnt.

Zwar klagten und wunderten wir uns häufig
über unseren teuren Lebensstil,
dennoch aßen wir reichlich eingeflogene Speise,
fuhren, verbrauchten und flogen viel.

Doch rückwärts schauen? Religiös reflektieren?
Schuld suchen, gestern heute und hier?
Global nicht akzeptabel, sehr unzeitgemäß!

Vorwärts schauen, Lösungen suchen – nur das wäre zeitgemäß.
Haben wir – wer? – Du und ich – und Wir da
einen groben Fehler gemacht? WIR? Etwas unterlassen?
Ist das Virus am Ende die Antwort auf solche Fehler?

Oder ist das kleine Böse eben nur ein Zufall –
wie ein großer Meteor halt eben
mal das Gesichtsfeld der Erde streift –
dann aber alsbald vergessen wird.
Oder stehen wir erst am Anfang eines größeren Gerichts?

Herr, wir bitten um Klarheit – für uns,
die wir einerseits weitgehend normal leben
und andererseits in einer Angst, die uns verrückt macht.

Du hast uns Jesus Christ, den Er-Löser geschickt,
der allen seinen Freunden immer wieder sagte:
Fürchtet euch nicht! Seid mutig, auch klug,

Starret nicht auf die Katastrophen oder Wunder,
als ob Gott sich allein darin zeigen wollte.
Aber sie sind sehr wohl ein Signal, auch Buße zu wagen.

Gewiß, ihr werdet Gott finden, mitten unter euch,
wenn gut ihr zusammenlebt und -haltet,
diese Welt ordentlich gestaltet –
auch ihre wie eure Grenzen erkennt.
Und Gottes Gebote, auch Liebe und Rücksicht mehr walten.
Ich weiß, dass mein Erlöser lebt. Und Du, Jesus, hast Worte des ewigen Lebens für uns. Auch jetzt, auch heute. Für mich.
Vielleicht ist diese seltsame Pause,
die Du unserem hektischen Wirtschaftsleben auferlegst,
sehr sinnvoll und gut,

ein Sabbat nach großem Betrieb und Krieg
wie ihn Alt-Israel erlebte, bevor es neu zu denken anfing.

Geleite uns bitte in Ruhe durch diese schwierigen Zeiten,
Bewahre uns vor Versäumnissen, aber auch vor übereilten Schritten.
Erhalte alle, die dir und und den Menschen dienen, in ihrer Kraft.

Dir, Herr der Schöpfung und der Geschichte,
sei trotz aller Fragen und Klagen
Lob, Preis und Ehre. Amen.

Gebet
Herr, Du Gott des Lebens,
betroffen von der Not der Corona-Krise kommen wir zu Dir.
Wir beten für alle, deren Alltag jetzt massiv belastet ist
und bitten um Heilung für alle Erkrankten.
Sei den Leidenden nahe, besonders den Sterbenden.
Tröste jene, die jetzt trauern, weil sie Tote zu beklagen haben.

Schenke den Ärzten und Forschern Weisheit und Energie,
und allen Pflegenden Kraft in ihrer extremen Belastung.
Gib den politisch Verantwortlichen Klarheit für richtige Entscheidungen.
Wir danken Dir für alle, die mit vielfältigen Diensten
die Sicherheit und Versorgung unseres Landes aufrecht erhalten.
Wir beten für alle, die in Panik sind oder von Angst überwältigt werden.

Wir beten für alle, die großen materiellen Schaden erleiden oder befürchten.
Guter Gott, wir bringen Dir alle, die in Quarantäne mussten,
sich einsam fühlen und niemanden an ihrer Seite haben.
Stärke die Herzen der alten und pflegebedürftigen Menschen,
berühre sie mit Deiner Sanftheit und gib ihnen die Gewissheit,
dass wir trotz allem miteinander verbunden sind.

Von ganzem Herzen flehen wir, dass die Epidemie abschwillt
und dass die medizinischen Einrichtungen auch künftig
den übermäßigen Anforderungen entsprechen können.
Wir beten, dass die Zahl der Infizierten und Erkrankten abnimmt
und hoffen auf eine baldige Rückkehr zur vertrauten Normalität.

Guter Gott, mache uns dankbar für jeden Tag, den wir gesund verbringen.

Lass uns nie vergessen, dass unser Leben ein zerbrechliches Geschenk ist.
Wir sind sterbliche Wesen und können nicht alles kontrollieren.
Du allein bist ewig, Ursprung und Ziel von allem – immer liebend.
Getragen vom Frieden, der von Dir kommt, werden wir die Krise bestehen.
Jesus, Du Herr und Bruder aller Menschen,
Deine Gegenwart vertreibt jede Furcht, sie schenkt Zuversicht
und macht uns bereit – offen und aufmerksam für das Leben.
Jesus, wir vertrauen auf Dich!
Heilige Maria, Mutter unseres Herrn, und alle heiligen Frauen und Männer,
Nothelfer und Schutzpatrone unseres Landes, bittet für uns! Amen.

FÜR DEN TAG UND DIE WOCHE
Die Hoffnung
Noch ist unser Leib sterblich. Wir werden krank, wir kennen die Beschwerden, Schmerzen und Entstellungen unseres Lebens, die durch unseren Körper entstehen. Noch mehr: „Wir wissen, welch ein Hindernis für unser geistiges Leben unser Leib mit seiner Ermüdbarkeit und seinen ständigen Ansprüchen darstellt … Darum entsteht aber auch an dieser Stelle die mächtige Zukunftserwartung. Der Geist Gottes in uns ist ja ,der Geist dessen, der Jesus aus den Toten auferweckt hat‘. Bei Jesus kam es schon zur Auferstehung seines Leibes, Jesus empfing den Herrlichkeitsleib, der dem neuen Leben als vollmächtiges Werkzeug völlig zur Verfügung steht. Wenn aber dieser selbe Geist Gottes in uns wohnt, dann kann es gar nicht ausbleiben, dass Gott ,auch unseren sterblichen Leib lebendig macht‘. Er tut dies ,durch seinen in euch wohnenden Geist‘: dieser Leben schaffende Geist, der jetzt unser Innerstes erneuert, wird und muss sein ganzes Werk tun und auch unsern Leib zu einem geistgemäßen Leib machen.“